Dr. Luis Pardo promovierte im Bereich Molekulare Medizin und ist als Postdoktorand in der Arbeitsgruppe „Innovative Amputationsmedizin“ an der Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Seine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Neurowissenschaften, Ingenieurwissenschaften und klinischer Amputationsmedizin. Im Mittelpunkt stehen die neurophysiologische und biomechanische Untersuchung innovativer chirurgischer Rekonstruktionsverfahren sowie die Entwicklung neuartiger Schnittstellen zwischen dem peripheren Nervensystem und modernen Prothesen.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem Agonist-Antagonist Myoneural Interface (AMI), einem chirurgischen Verfahren zur Wiederherstellung physiologischer Muskelkopplungen nach einer Amputation. Ziel seiner Forschung ist es, die zugrunde liegenden Mechanismen der Propriozeption und neuromuskulären Kontrolle besser zu verstehen und für eine intuitivere Steuerung und sensorische Rückkopplung von Prothesen nutzbar zu machen.
Im Rahmen des PREPARE Medical Scientist Programms untersucht Dr. Pardo im Projekt „Mechanoreceptor Assessment in Proprioception after AMI Surgery“ (MAPAS) die Verteilung und Funktion mechanosensitiver Rezeptoren in der Skelettmuskulatur. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Entwicklung mechanoneuraler Schnittstellen beitragen, die nach einem Extremitätenverlust eine möglichst physiologische Wahrnehmung und Kontrolle der betroffenen Gliedmaße ermöglichen.




