Frau Dr. med. Marie Korell absolvierte das Studium der Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg und begann in 2020 ihre Facharztweiterbildung am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg am Standort Marburg (Direktorin Frau Prof. Weber). In 2023 setze Frau Dr. med. Korell ihre Facharztweiterbildung der Medizinischen Hochschule Hannover, zunächst in der Abteilung für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, ab 2024 in der Abteilung für Pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen und Neuropädiatrie im Bereich der Pädiatrischen Gastroenterologie und Hepatologie unter der Leitung von Professor Dr. med. Ulrich Baumann fort. Außerdem erlangte sie 2023 die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Neugeborenen Notärztin (GNPI) und ist als European-Paediatric-Advanced-Life-Support Kurs Instruktorin des European Resuscitation Council zertifiziert.
Im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe von PD Dr. med. Katja Menzler der Klinik für Neurologie am Epilepsiezentrum Hessen beschäftigte sich Frau Dr. Korell in einer prospektiven klinischen Studie mit dem Thema „Einfluss von Schlafentzug auf die Schlafarchitektur von Menschen mit Epilepsie“.
Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Frau Dr. med. Korell liegt im Bereich der pädiatrischen Hepatologie und Transplantationsmedizin. In einem eigenen Projekt setzte sie sich mit der pädiatrischen Autoimmunhepatitis und deren Zweitlinientherapie auseinander. Im Rahmen des PRACTIS Clinician Scientist Programms wird Frau Dr. med. Korell in einem translationalen Ansatz und in enger Kooperation mit der Arbeitsgruppe Professor Dr. med. Tobias Cantz der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie (MHH) die Erkrankung des Alpha-1-Antitrypsinmangels bei Kindern und Jugendlichen untersuchen. Durch die Kombination von klinischen, laborchemischen, paraklinischen, humangenetischen Daten und nicht-invasiven Messungen möchte sie die Heterogenität der klinischen Verläufe der Patient:innen besser verstehen und Risikofaktoren für schwere Krankheitsverläufe ausmachen. Im experimentellen Teil des Projektes reprogrammiert sie pluripotente Stammzellen (PSC) aus Blut ausgewählter AATM Patient:innen und differenziert aus diesen dreidimensionale Leberorganoide, um an diesen weitere Untersuchungen durchführen zu können, die Aufschluss über den Pathomechanismus in Leberzellen von AATM Patient:innen geben und die unterschiedlich schweren Verläufe erklären können.




